Mac Apps – Die beste Software für deinen Mac

Veröffentlicht am 3. Mai 2011

Im Januar hat Apple seinen Mac App Store gestartet. Wer sich darin umschauen oder etwas kaufen möchte, muss vorher ein Update auf OS X Version 10.6.6 via Software-Aktualisierung bzw. von den Apple Support-Sites downloaden und installieren. Anschließend ist das Programm sowohl im Dock als auch unter dem Apfel in der Menüleiste. Der Anwender meldet sich über die von iTunes bekannte Apple-ID an.

Der Mac Apps Store ähnelt grafisch dem iOS App Store: Auf der Startseite bewirbt Apple neue und bemerkenswerte Applikationen und führt Ranglisten für die meistgeladenen, meistgekauften und umsatzstärksten Titel. 21 Kategorien wie Bildung, Dienstprogramme oder Grafik & Design sollen bei der Übersicht helfen. Etliche vom iPhone vertraute Titel gibt es erstmals nun auch für Mac OS X. Von den rund 1000 Starttiteln der Mac Apps (Link zu Top 100 Mac Apps auf apps-news.de) sind die Hälfte Spiele gewesen, die Apple in Genres einsortiert. Größere Softwarepakete wie die von Adobe und Microsoft sucht man bislang vergeblich. In-App-Purchases und Promocodes sieht Apple derzeit nicht vor, Demo-Versionen lässt der Hersteller wie im iOS App Store nicht zu.

Der Großteil der Mac Apps liegt in der Preisspanne zwischen 1 und 4 Euro sowie im Bereich von 16 bis 40 Euro. Kostenlose Anwendungen stellen knapp 10 Prozent der Mac Apps im Store dar.

Besonders beliebt waren zum Start vor allem Apples eigene Programme, die schon nach wenigen Stunden auf den vorderen Plätzen der Verkaufscharts zu finden waren. Kein Wunder, denn Apple hat die Preise drastisch gegenüber den Paketen auf Datenträgern reduziert.

Die drei iLife-Bestandteile iPhoto, Garageband und iMovie kosten je 12 Euro, Pages, Keynote und Numbers jeweils 16 Euro, zusammen also 48 Euro – für das Paket mit DVD verlangt Apple nach wie vor 79 Euro.

Noch mehr sparen kann man bei Profi-Software: Im Mac Apps Store kostet die Bildbearbeitungssoftware Aperture oder die Mac-Fernsteuer-Software Remote Desktop jeweils schlanke 63 Euro. Für die DVD-Versionen verlangt Apple jeweils 199 Euro. Für die teuerste Version von Remote Desktop, die eine unbegrenzte Anzahl an Clients verwalten kann, zahlt man 500 Euro. Sie entspricht eher dem Download-Angebot, denn nach Apples Bestimmungen kann der Käufer Programme aus dem Mac Apps Store auf beliebig vielen seiner Rechner installieren.

Das gilt auch für Firmen und Bildungseinrichtungen. Sie dürfen jede App auf mehreren Firmen-Rechnern eines Anwenders installieren oder auf einem Rechner für alle dort eingerichteten User-Accounts. Allerdings liefert Apple keine ordentliche Rechnung zu den Einkäufen. Die per Mail verschickten Belege weisen weder die abgeführte Mehrwertsteuer noch Apples Steuernummer aus. Das Finanzamt wird solche Rechnungen nicht akzeptieren.

Apple bietet bisher nicht alles aus dem eigenen Repertoire an, es fehlen zum Beispiel Final Cut und Logic Studio. Durch scharfe Aufnahmerichtlinien sind viele Produkte von Fremdherstellern ausgeschlossen. So dürfen Programme nicht nach Root-Rechten fragen, um anschließend eigene Erweiterungen nachzuinstallieren. Eigene Update-Mechanismen sind ebenso verboten wie ein eigener Kopierschutz.

Die ersten Zahlen lassen vermuten, dass Apple den Bereich der Software-Distribution grundlegend ändern wird. Optische Datenträger, bislang das Distributionsmedium Nummer 1, genießen ohnehin immer weniger die Aufmerksamkeit des Unternehmens: Auf Blu-ray-Laufwerke brauchen Mac-Anwender nicht mehr zu warten und im Karton des aktuellen Mac Book Air hat ein USB-Stick den Platz der Installations-DVD eingenommen. Jetzt macht der Mac Apps Store auch Programm-Installations-DVDs nach und nach überflüssig.

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