Ich konnte noch nie verstehen, dass viele meiner Studenten alles wortwörtlich mitschreiben was der Professor erzählt. Selbstverständlich will man nichts verpassen, doch ist das die wirklich die effektivste Lösung?
Ich finde es durchaus effektiver der Vorlesung folgen zukönnen und die Sachverhalte schon dort nachzuvollziehen. So fällt die Lernwiederholungsphase kürzer aus und ich erkenne recht komplexe Zusammenhänge sofort. Das erspart Zeit und ich muss nicht erst später noch Literatur oder fremde Hilfe zu Rate ziehen. Die Frage die sich nun stellt ist: Wie schafft man es alle wichtigen Details in den Unterlagen aufzuzeichnen, ohne alles mitzuschreiben? Die Antwort: Mind Mapping! Mind Mapping ist eine Visualisierungstechnik, um bestimmte Sachverhalte sichtbar bzw. in einer Grafik zusammenzustellen.
Ich kenne diese Technik wohl seit der 7. Klasse, habe sie aber erst im Studium lieben gelernt. Da ich häufig die Fragen gehört habe: “Willst du nicht mitschreiben?” oder “Wie machst du es eigentlich, dass du dir alles behälst?”, will ich nun eine Mind Mapping Anleitung schreiben. Eins vorweg: Es gibt keine Anleitung die für jeden Perfekt ist. Hier schildere ich meine Methode. Jeder sollte die Methode bzw. die Technik für sich perfektionieren und an seine Bedürfnisse anpassen. Außerdem ist die Methode Mind-Mapping nicht in jedem Fach annwendbar. Nützlich aber in allen theoretischen Fächern wie z.B. Betriebswirtschaftslehre, Volkwirtschaftslehre oder Marketing. In Mathematik oder Mechanik kann man damit sicherlich wenig anfangen.
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Was ist Mind-Mapping?
Wie oben schon erwähnt, ist Mind-Mapping eine Visualisierungstechnik um komplexe Zusammenhänge grafisch darzustellen. Nicht ganz uninteressant ist dabei die Betrachtung des Gehirns. Die linke Gehirnhälfte ist vor allem
für analytisches Denken zuständig, also z.B. für Sprache, Logik oder Zahlengedächtnis. Die rechte Gehirnhälfte ist eher für die Kreativität zuständig, so z.B. für Raumorientierung oder künstlerische Fähigkeiten. Die wichtigste Funktion der rechten Gehirnhälfte ist in unserem Beispiel aber vor allem das Vorstellungsvermögen. Bei normalen Mitschriften und Notizen arbeitet ausschließlich die linke Gehirnhälfte. Nutzt man die Mind-Mapping Technik, arbeitet man mit beiden Gehirnhälften und nutzt das Vorstellungsvermögen, mit dem man Zusammenhänge besser analysieren kann. Und ist es nicht wirklich so? Lassen sich grafische Darstellungen nicht besser merken als schriftliche Erläuterungen? Also ich bin überzeugt davon!
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Das 1×1 der pefekten Mind Map!
Mind Mapping ist leichter als man denkt. Das wichtigste dabei ist, darauf zu achten, die wichtigsten Informationen aus dem Vortrag herauszufiltern und mit passenden Stichwörtern zu beschreiben. Am besten nimmt man ein DIN A4 Blatt. Ich benutze komplett weißes Papier. Liniertes oder kariertes Papier lassen komplexe Mind Maps unübersichtlich erscheinen. Mind Maps entstehen aus der Kreativität des Zeichners und unterliegen keinen bestimmten Rahmenbedinungen. Es gibt auch keine Regeln die eingehalten werden müssen. Dennoch möchte ich kurz schildern wie eine Mind Map erstellt werden könnte.
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Meine 5 Regeln der Mind Map Erstellung!
1. Schlüsselbegriff zum Thema wählen und in der Mitte platzieren. Oft geben Professoren zu Beginn der Veranstaltung die Themen an. Daraus lassen sich leicht Schlüssel-Begriffe ableiten.
2. Von Anfang an strukturieren. Die Struktur einer Mind Map ist ausschlaggebend für die Übersichtlichkeit. Sollte einmal die Übersicht verloren gehen, empfiehlt es sich dennoch mit der Mind Map weiterzuarbeiten und die Mind Map nach der Vorlesung zu überarbeiten.
3. Verschiedene Farben benutzen. Die Übersichtlichkeit und die Zuordnung einzenlner Themenbereiche lässt sich mit Hilfe von verschiedenen Farben verbessern.
4. Eventuell Bilder benutzen. Kleine Bilder in den Mind Maps helfen bei der Visulisierung und unterstützen die Gedächtnisleistung.
5. Pfeile und andere Symbole verwenden. Symbole sind eine wichtige Kennzeichnungsmöglichkeit. Offene Fragen können an der betroffenen Stelle z.B. mit einem Fragezeichen gekennzeichnet werden. Wichtige Aussagen mit einem Ausrufezeichen.
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Noch zwei kleine Tipps!
Ich lege mir neben jede Mind Map einen weiteren Zettel auf dem ich eventuell ausführlichere Notizen, Formeln, Zahlen oder Seitenangaben zu den einzelnen Bereichen vermerke. Die Zuordnung realisiere ich mittels Indizes.
Mind Map Software
Zahlreiche Firmen bieten sogenannte Mind Mapping Software an. Ich selbst benutze XMindPro. Dieses Tool ermöglicht eine sehr gute Mind Map Realisierung. XMind bietet auch eine kostenfreie Lite Version an. Für den häufigeren Gebrauch empfiehlt es sich aber auf die Pro Version umzusteigen. Die Handhabung ist relativ einfach. Dennoch benutze ich die Version nicht in der Vorlesung und halte meine schriftliche Methode bei. Das Tempo der Vorlesungen lässt eine gewissenhafte Mind Map Erstellung mittels Software kaum zu.


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