Karriere-Falle Internet: Wenn Personaler googeln!

Veröffentlicht am 28. April 2009

„Sind Sie das, auf dem Foto?“

Gestern habe ich in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Junge Karriere“ einen interessanten Artikel mit der Überschrift „Vorsicht, Google Falle“ gelesen. In dem Artikel heißt es, dass rund 46% der Personaler gezielt nach Informationen über Bewerber suchen, sei es in Foren, Gästebüchern, Blogs und in Social Networks. Jedem sollte klar sein, dass da Partyfotos oder flappsige Beiträge zu einem echten Karriere-Killer werden können. Doch bei der Recherche für diesen Artikel bin ich auf viele interessante Artikel gestoßen.

So können Pressemeldungen aus dem Sportbereich ebenfalls eine Hürde in der Bewerbung darstellen. Vielleicht fragt man sich jetzt, warum gerade Mitteilungen aus dem Sportbereich? Es muss sich nicht einmal um Extremsportarten handeln, selbst Mitteilungen aus dem Fußball oder Handball sind betroffen. Doch was ist das schlimme daran? Ganz einfach! Jemand der sich beim Fußball verletzt, scheidet unter Umständen mehrere Wochen im Beruf aus. Ich selbst habe Fußball gespielt, bin jedoch von Verletzungen verschont geblieben. Durch den Fußball kenne ich mehrere Leute die sich aber hin und wieder verletzen. So habe ich mir einen bekannten ausgesucht und mal nach „Vorname Name Fußball“ gegoogelt und war erstaunt was unter den ersten Ergebnissen bei Google so auftaucht:

1. Ergebnis: …erlitt Kreuzbandriss im Spiel gegen…
2. Ergebnis: …musste aufgrund einer schweren Knöchelverletzung vorzeitig ausscheiden…
5. Ergebnis: …sah aufgrund einer Unsportlichkeit die rote Karte…
7. Ergebnis: …verletzte sich nach seinem Comeback erneut und musste ausgewechselt werden…

So tauchen allein unter den ersten 10 Suchergebnissen 4 Meldungen auf, die ein Personaler nicht gerne sehen wird. Es sind also zwangsläufig nicht die berüchtigten Partyfotos die für ein vorzeitiges Ende einer Bewerbung sorgen können, sondern auch Informationen von denen man es garnicht denkt. Es sind aber auch nicht nur Personaler oder Chefs die eventuell nach Ihnen googeln. Auch Freunde, Bekannte, Verwandte oder Arbeitskollegen nutzen Google als Informationsquelle. Man sollte also darauf Acht geben, welche Art von persönlichen Informationen im Internet über die eigene Person kursieren.

Informationen aufspüren: Ego-Googeln hilft!

Als erstes sollte man durch „Ego-Googeln“ herausfinden, welche Informationen im Internet über einen kursieren. Stößt man dann unter Umständen auf Informationen die kritisch zu bewerten sind, sollte man sich mit dem Betreiber der Webseite in Verbindung setzen und fordern diese Daten zu löschen. Einmal im Internet aufgetauchte Daten lassen sich meist schwer löschen. Auch wenn Portale Löschfunktionen anbieten, sind es meist die Suchmaschinen oder Archivierungswebseiten die diese Daten über einen längeren Zeitraum hinaus speichern und in den Suchergebnissen anzeigen.

Den Spieß umdrehen!

Viele Personaler und Chefs wollen etwas über den Bewerber finden. Mit den richtigen Mitteln lässt sich dieses für den eigenen Zweck einsetzen und die Bewerbung aussagekräftiger erscheinen. Vor allem geht es darum, die ersten 10-20 Suchmaschinenergebnisse dafür einzusetzen. Wie das ganze funktioniert werde ich in einem späteren Artikel veröffentlichen.

Weiße Weste mit Google-Alerts

Google AlertsEinen Tipp habe ich dennoch zum Schluß. Niemand hat die Zeit, täglich mehrere Stunden damit zu verbringen, Google nach neuen Informationen über die eigene Person zu durchsuchen. Google selbst bietet da eine sehr interessante und hilfreiche Funktion. Google-Alerts informiert per E-Mail, wenn neue Informationen zu einem definierten Suchbegriff gefunden bzw. veröffentlicht werden.

Bildquelle: aboutpixel.de / Lay-out © maçka

Meinungen & Kommentare

Teile deine Erfahrung, Meinung und Gedanken mit anderen Besuchern.